EBZ Akademie in Bochum

Hoch motiviert!

„Meine Tochter kann alles, meine Tochter macht alles, meine Tochter schafft alles.“ Elanur Dogru hat von klein auf von ihrem Vater viel Motivation und Unterstützung erfahren. Heute arbeitet die 29‐Jährige als Bildungsreferentin an der Bochumer EBZ Akademie. Zwischen Home Office und Inhouse Schulung fand sie Zeit für ein Gespräch.


Seit Februar 2018 ist Elanur Dogru Teil des 30‐köpfigen EBZ‐Akademie‐Teams. Gleich nach dem Studium absolvierte sie dort ein zweiwöchiges Praktikum und wechselte direkt über in ein Trainee‐Programm, das sie quer durch alle Arbeitsbereiche führte. „Wir haben hier in der EBZ Akademie viele unterschiedliche Produkte zu Immobilienthemen. Unsere Hauptkunden sind Wohnungsunternehmen, mein Schwerpunkt sind Inhouse‐Schulungen. “ Elanur Dogru ist im ständigen Austausch mit kleinen und größeren Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Sie ist direkte Ansprechpartnerin in puncto Schulungs‐ und Beratungsbedarf. „Ich sitze viel am Telefon und im E‐Mail‐Verkehr, um Inhalte und Termine abzustimmen oder die Kunden zu beraten, zum Beispiel wie sie ihre Mitarbeitenden weiterentwickeln können. “

Ein großes Thema ist dabei wie in allen Branchen die fortschreitende Digitalisierung und damit verbundene Herausforderungen. Ein Bereich, der aufgrund der Corona‐Krise auch die Arbeit der EBZ Akademie stark beeinflusste. Je nach Veranstaltungsort müssen vier bis 100 Teilnehmende von Tagungen oder Weiterbildungen digital zusammengebracht werden. „Das ist natürlich spannend für uns. Eine technische Herausforderung, die wir mittlerweile gut gemeistert haben.“

 

Studium an der Ruhr‐Uni

Elanur Dogru hat von klein auf gerne gelernt: „Ich bin immer gerne zur Schule gegangen, und es war für mich ganz selbstverständlich, Abi zu machen und zu studieren. Zu Hause bin ich stets unterstützt worden. Meine Eltern, meine Brüder, meine Großeltern, Tanten und Onkel – ich habe sehr viel positive Energie bekommen. Nach dem Abitur ging’s zum Studium an die Bochumer Ruhr‐Uni. Erst ein Jahr Jura, aber dann ist sie doch lieber umgeschwenkt auf Wirtschaft. Auf den Bachelor folgte der Master in „Management and Economics“.

Elanur Dogru

Bereits während des Studiums kam es zur ersten Berührung mit der Wohnungswirtschaft. „Für die Hattinger Wohnungsgenossenschaft (HWG) habe ich eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Das passte ganz gut zu meiner Bachelorarbeit über intrinsische und extrinsische Motivation.“ Ihre Masterarbeit schrieb Elanur Dogru zum Thema Gentrifizierung. „Außerdem hat mich der Bereich Bildung immer interessiert. Ich habe früher Kinderturnen und Volleyballtraining gegeben, aber auch gerne kleine Veranstaltungen ehrenamtlich mit organisiert. Über Kontakte der HWG kam ich nach dem Studium zur EBZ Akademie. Hier kann ich Wirtschaft und Eventmanagement gut verbinden.

 

EBZ, Elanur Dogru

Perfekt zweisprachig

Seit Corona arbeitet Frau Dogru hauptsächlich im Home Office, das sich in der elterlichen Wohnung in Hattingen befindet. Mit fast 30 noch zu Hause wohnen? „Das ist wohl kulturbedingt“, lacht Elanur Dogru. „Ich bin sehr familienbezogen und gerne mit meinen Eltern zusammen.“ Welche Rolle spielt in ihrem Leben die türkische Migrationsgeschichte ihrer Familie? Ihr Großvater wanderte in den 70er Jahren ein, um in der Hattinger Henrichshütte zu arbeiten. Der Vater kam als Teenager nach Deutschland, die Mutter folgte im Zuge der Heirat. „Meine Mutter bestand darauf, dass wir zu Hause am Esstisch Türkisch sprechen. Ich bin froh, dass sie so viel Wert darauflegte, denn dadurch kann ich beide Sprachen fließend. Wenn ich mal Kinder habe, würde ich das gerne auch so machen.“

Außerhalb ihres Zuhauses war ihr Umfeld „bunt durchmischt. Ich hatte, zum Beispiel im Volleyballverein, immer viele Freundinnen aus unterschiedlichen Kulturen. Nur in meiner Klasse war ich die Einzige mit türkischen Wurzeln.“ Elanur Dogru findet es schade, dass viele Deutsche so wenig über türkisches Leben wissen. „Ich staune manchmal, dass es hier Menschen gibt, die auch nach 50 Jahren türkischer Kultur offenbar noch keine Berührung damit hatten. Dabei ist sie doch schon so lange ein Teil von Deutschland!“

Infos zur EBZ Akademie

Das 1957 in Bochum gegründete EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs‐ und Immobilienwirtschaft – ist eine Stiftung mit mehreren Unternehmensteilen. Dazu gehören neben der 2008 ins Leben gerufenen EBZ Akademie das EBZ Berufskolleg, die EBZ Business School – University of Applied Sciences, die EBZ Service GmbH und die InWIS GmbH. In der EBZ Akademie arbeiten zurzeit 30 Festangestellte (20 Frauen, 10 Männer) sowie ca. 100 freiberufliche Trainer*innen.

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